08.02.2017 17:00

Entwicklung der Saarner Schulen

Unter dieser Überschrift erläuterte Herr Friedrich Wilhelm von Gehlen während einer Netzwerkveranstaltung am 08.02.17 vor einem interessierten Publikum während mehr als 60 min. die Entwicklung der Saarner Schulen. Seine hochauflösenden Aussagen stützten sich dabei auf die im Januar 2015 erschienene Broschüre 

„Spurensuche – 400 Jahre Schulgeschichte in Mülheim“.
Es gibt Hinweise, dass der erste Schulunterricht in Saarn im Saarner Zisterzienserrinnen Kloster in einem Zeitraum von 1300 bis 1400 stattgefunden hat, Die weitere Entwicklung der katholischen und evangelischen Schulen in Saarn sind nachfolgend tabellarisch aufgeführt.
Katholische Volksschule am Klostermarkt von etwa 1600 bis 1968
Evangelische Volksschule m Klostermarkt von 1658 bis 1968
Evangelische Volksschule am Saarnberg von 1896 bis1968
Katholische Volksschule im Außendorf von 1899 bis 1967
Evangelische Volksschule im Außendorf von 1899 bis
Gemeinschaftsgrundschule Oemberg
Gemeinschaftsgrundschule Klostermarkt ab 1968 bis heute, in den letzten 
Jahren als Offene Ganztags Schule 
Gemeinschaftshauptschule Klostermarkt ab 1968 bis 1982 
Realschule Saarn von 1968 bis 1982, danach Gesamtschule
Berufskolleg in Saarn ab 1984

Herr von Gehlen garnierte seine Ausführungen mit so manchem Döneken „ut däm aulen Ssaan“. Hierzu muss man noch wissen, dass er neben anderen Engagements auch das „Ssaan Platt“ pflegt und bei besonderen Anlässen damit öffentlich auftritt.
Am Ende des interessanten Vortrages entwickelte sich noch eine rege Nachfrage. Der Applaus der Anwesenden zum Schluss war der Beweis für die Aktualität dieses Themas.

Foto: Vera Lipphardt
Text: Wolfgang Schmitz und F. W. von Gehlen

tl_files/NoFrame - Autumn/images/01_aktuelles/Netzwerktreffen/07.Vortrag 8.2.2015_1.jpg tl_files/NoFrame - Autumn/images/01_aktuelles/Netzwerktreffen/11.Vortrag 8.2.2015_1.jpg
   

11.01.2017 17:00

30 Jahre Tschernobyl, 25 Jahre Leben nach Tschernobyl

Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) hat seit 1991 das Projekt „Leben nach Tschernobyl“ durchgeführt. Hierbei ging es im Wesentlichen um die Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Gesundheitswesen in Vekta, einer kleinen Stadt in der Nähe von Homel, im Südosten von Belarus (Weissrussland). Dieses Gebiet wurde durch den Reaktorunfall in Tschernobyl außerordentlich stark radioaktiv verseucht, so dass große Teile evakuiert werden mussten und auf lange Zeit nicht mehr bewohnbar sind. Der Projektbeirat hat im Jahr 2016 anlässlich des 25 jährigen Bestehens der Zusammenarbeit noch einmal Vetka besucht, um am Gedenktag für die Reaktorkatastrophe am 26.04. teilzunehmen. Zu dieser Delegation gehörte auch der Physiker Dr. Udo Bertmann, der während einer Netzwerkveranstaltung m 11.01.17 annähernd zwei Stunden über die obige Thematik referierte.

Zum Reaktorunfall kam es, als bei einem Test der Stromausfall in einem Atomkraftwerk und seine Auswirkungen auf das Kühlsystem simuliert werden sollten. Bei diesem Test wurden jedoch alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen missachtet. Der Reaktor konnte nicht mehr geregelt werden, das Kühlsystem versagte, es folgte die Kernschmelze und die Explosion des Reaktors. Dabei wurden unvorstellbar große Mengen radioaktiver Zerfallsprodukte mit Halbwertzeiten von einigen Minuten bis zu 25.000 Jahren für Plutonium freigesetzt. Diese Stoffe zerfallen weiter und emittieren dabei z. B. y Strahlen, die menschliche Zellen schädigen oder sogar zerstören können. Die Aktivität war so groß, dass unmittelbar nach der Katastrophe viele Menschen, die als Liquidatoren eingesetzt waren, ihr Leben innerhalb weiniger Tage verloren haben. Eine Strahlenexposition von mehr als 3 Sievert ( dies ist das Maß für die Strahlendosis) bedingt diesen Verlauf. Die Liquidatoren waren die Männer der ersten Stunde, die bei der Beseitigung des radioaktiven Reaktormülls oder bei der Errichtung des ersten Sarkophages eingesetzt wurden. Sie starben an Krebs oder anderen Erkrankungen, z.B. Zerstörung des Immunsystems. Die Spätschäden, die erst in zweiter oder dritter Generation erkennbar werden, sind noch nicht absehbar.

Das Projekt der Männerarbeit zielte darauf ab, die beiden Krankenhäuser in Vetka durch Finanz – und Sachspenden zu unterstützen. So wurden im Laufe der 25 Jahre Krankenhausinventar, medizinische Geräte, Operationsbestecke u.v.m. nach Vetka gebracht, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Viel wurde bis heute erreicht. Eine Weiterführung des Projektes ist nicht mehr möglich, da die Akteure immer älter geworden sind und zudem die Männerarbeit in der EKiR in der bisherigen Form nicht mehr weitergeführt wird.

Während des Referates wurden komplizierte Sachverhalte leicht verständlich vorgetragen, so dass sich am Ende des Vortrages eine rege Diskussion entwickelte. Hierfür danken wir Herrn Dr. Bertmann.

Foto: Vera Lipphardt
Text: Wolfgang Schmitz Dr. Udo Bertmann

tl_files/NoFrame - Autumn/images/01_aktuelles/Netzwerktreffen/20170111_183015_1.jpg tl_files/NoFrame - Autumn/images/01_aktuelles/Netzwerktreffen/20170111_184252_1.jpg
   

15.11.2016 17:05

Währungsunion in Europa, Erfolge – Misserfolge.

Im Bemühen, den Gästen der Netzwerkveranstaltung am 09. November 2016 ein besonderes Highlight zu bieten, konnte die Netzwerkleitung diesmal den Referenten, Herrn Dr.Jürgen Tobergte (Probus Deutschland) gewinnen, der die Anwesenden während einer fast 90 minütigen Power – Point - Präsentation über die Validität der Währungsunion informiert hat.

Wir erfuhren zunächst viel über mehrere kleine Währungsverbünde und darüber, das dabei
ausschließlich Münzen Verwendung gefunden haben, da in früherer Zeit Papiergeld noch nicht bekannt war. Interessant war auch der Hinweis, dass es innerhalb der Währungsunion assoziierte und passive Mitglieder gibt. Die assoziierten haben das Recht, auf Veranlassung der Notenbank Münzen herzustellen, während das den passiven Mitgliedern untersagt ist. Der gesamte Bargeldumlauf definierte sich zunächst in Deutschland nach Artikel 88 Grundgesetz, wonach der Bund eine Währungs – und Notenbank als Bundesbank errichtete. Nach der Währungsunion hat diese Aufgabe die EZB übernommen. Der Staat verzichtet somit auf seine Souveränität, selbst Geld zu drucken. Damit ist sichergestellt, dass keine Regierung nach belieben Geld in Umlauf bringen kann. Geld ermöglicht nämlich den Transfer von Waren und Dienstleistungen, ohne dass Gegenleistungen in Form anderer Waren und Dienstleistungen zu erbringen waren. Von Interesse ist dabei noch, das Gold weltweit den gleichen Wert hat, es gibt hier also keinen Wechselkurs.

Wir erlebten, wie ein komplexes Thema wissenschaftlich aufbereitet und verständlich den Gästen vorgetragen wurde. Der Schwerpunkt lag dabei stets beim Hartgeld, Papiergeld war nicht bekannt.

Da während des Vortrags viele Informationen geboten wurden, war das Interesse an dieser Veranstaltung groß. Die vielen Zuhörer, auch aus dem Netzwerk Broich, waren hierfür ein beredtes Zeugnis. Die rege Diskussion am Ende des Vortrages ließ noch einmal die Aktualität erfassen. An den aufmerksamen Zuhörern war zu erkennen, dass dieses Thema – auch über den Rahmen der sonstigen Veranstaltungen hinaus - große Beachtung gefunden hat.

Bild: Vera Lipphardt
Text: Wolfgang Schmitz

 

19.10.2016 11:08

Jubiläum 2015 - 10 Jahre Netzwerk

Während der Netzwerkveranstaltung am 12. Oktober 2016 wurden alle Teilnehmer nochmals an das 10-jährige Bestehen des Netzwerkes mit einem Film über die Schiffstour am 04. September 2015 erinnert.

Hermann Tinnefeld, ein Mann mit vielen Ambitionen, hat es sich nämlich nicht nehmen lassen, den Ausflug mit dem Schiff der „Weißen Flotte“ nach Kettwig und Essen-Werden mit einem Kurzfilm unvergesslich zu machen. Das ist ihm auch gut gelungen. Die Netzwerkteilnehmer, soweit sie an Bord waren, haben sich gerne noch einmal an diesen Tag erinnern lassen. Die anderen, die hieran nicht teilnehmen konnten, mussten leider erkennen, was sie versäumt hatten.

Es war jedenfalls eine Schifffahrt mit vielen Eindrücken, einer flotten musikalischen Begleitung bei kulinarischer Unterstützung durch das Bordpersonal Wir danken Hermann Tinnefeld für die viele Arbeit, die er bei der Anfertigung und Bearbeitung des Videos aufgewandt hat.

Foto: Roswitha Passmann

Text: Wolfgang Schmitz