Pfarrerin Karla Unterhansberg

von Rainer Eßer

Pfarrerin Karla Unterhansberg / Foto: Köhring

Karla Unterhansberg neue Pfarrerin in Broich-Saarn

Jahrgang 1973, aufgewachsen in Ratingen, Studium der Theologie in Wuppertal, Berlin und Heidelberg.
Für das Vikariat ging es nach Wetzlar-Niedergirmes im Kirchenkreis Braunfels (Hessen).
Ihr Dienst im Kirchenkreis An der Ruhr begann 2004 als Pfarrerin zur Anstellung zur Entlastung des Superintendenten in der Altstadtgemeinde an der Kreuzkirche und 3 Monaten Vertretung in der Kirchengemeinde Styrum. Seit Januar 2005 ist sie an der Petrikirche tätig. Sie ist für die Gemeinde zur Entlastung des Superintendenten seit April 2007 in einer Pfarrstelle (75 % Dienstumfang) zuständig. Die Arbeit in der Gemeinde im Innenstadtbezirk ist für sie verknüpft mit dem Dienst in der Ev. Ladenkirche und ökumenischer und internationaler Zusammenarbeit.
Seit 2009 unterrichtet sie mit einer Viertelstelle an der Realschule Broich Ev. Religion.
Neben der Arbeit in der Gemeinde sind für sie Singen, Radfahren, Lesen, Filme und Reisen ein wunderbarer Ausgleich.

 

Und immer ein Talar im Auto


Die Vereinte Ev. Kirchengemeinde verabschiedet Karla Unterhansberg. Sie bleibt Pfarrerin zur Entlastung des Superintendenten und wechselt deshalb nach Broich-Saarn.
Als Pfarrerin Karla Unterhansberg vor 13 Jahren als Entlastung von Superintendent Kastrup ihre erste Pfarrstelle in der heutigen Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde (VEK) antrat, hieß die Gemeinde noch Altstadtgemeinde. Seitdem hat es viele Veränderungen gegeben, auch im Zuschnitt ihrer Stelle, die Altstadtgemeinde ist in der VEK aufgegangen, und nun steht für Karla Unterhansberg die nächste Veränderung an. Mit dem Ruhestand von Pfarrer Helmut Hitzbleck wird sie in die Gemeinde des neuen Superintendenten wechseln, also nach Broich-Saarn.
Gern ist sie in der VEK gewesen, betont sie. Auf die Frage nach Höhepunkten denkt sie erst lange nach, sagt dann: "Es waren gar nicht so sehr die großen Ereignisse...!", und fängt an zu sprudeln: Die musikalischen Gottesdienste! Die Arbeit mit den Kindern im Kindergarten, die sie mit ihrer Unbefangenheit begeistert haben! Die fröhlichen Feste mit den SeniorInnen! Die Singstar-Battles auf Konfirmanden-Freizeiten! Die ökumenische Zusammenarbeit mit den katholischen Geschwistern auf dem Kirchenhügel und die Begegnungen mit den ökumenischen Partnern aus Tansania! Die Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Gottesdienste und Gottesdienst-Orte in der Gemeinde!
Sehr geschätzt hat sie das Miteinander im großen Team der Menschen, die in der Gemeinde haupt- und ehrenamtlich zusammenarbeiten. "Ich bin keine Einzelkämpferin", sagt sie von sich. "Was ich lernen musste ist, dass Vieles längere Planung erfordert, als ich es mit meiner Spontaneität gern hätte!" Das Wichtige vom Drängenden zu unterscheiden und dann das Richtige zu tun: ohne dieses Handwerkszeug geht es nicht im Beruf der Pfarrerin. Oft musste es schnell gehen, vom Kindergarten-Gottesdienst zur Beerdigung zur Frauenhilfsandacht zur Ausschuss-Sitzung. Da hatte der Talar im Auto seinen angemessenen Ort...!
So ganz wird Karla Unterhansberg die VEK nicht verlassen: Sie bleibt weiter in der Gemeinde wohnen und wird auch dem Kammerchor an der Petrikirche die Treue halten. Die Gemeinde ist traurig, dass sie gehen muss und sagt Danke für alle gute und gesegnete Arbeit zum Wohl der Menschen in der VEK! Karla, wir werden dich vermissen!
Dietrich Sonnenberger  

 

Danke - Adieu - Auf Wiedersehen


Es heißt Abschied nehmen. So verabschiede ich mich und möchte mich vor allen Dingen
bedanken.
Für mich war ja die Stelle in Mülheim zur Entlastung des Superintendenten die erste nach
dem Vikariat zunächst im Probedienst, dann als "ordentliche" Pfarrstelle, allerdings nur mit
75% Dienstumfang. So habe ich die letzten acht Jahre mit 25% evangelische Religion an der
Realschule Broich unterrichtet. Die Bedürfnisse von Gemeinde und Schule unter einen Hut zu
bekommen, war manchmal eine große Herausforderung, aber eine, die ich nicht missen
möchte. Genossen habe ich, Vieles ausprobieren zukönnen, auch wenn sich nicht alle
Ideen umsetzen ließen.
Danke sagen möchte ich für so viele Begegnungen. Menschen kennenzulernen mit ihren
Lebenserfahrungen, -geschichten, empfinde ich als echtes Privileg meines Berufes. Bedanken
möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit mit Pfarrkolleginnen und -kollegen, mit hauptund
ehrenamtlich Mitarbeitenden: Ohne Sie/ euch hätte ich meinen Dienst nicht so tun
können.
Nun werde ich die Gemeinde wechseln, Aufgaben neu erleben, neue Aufgaben übernehmen,
Menschen neu kennenlernen, mit Anderen zusammenarbeiten. Als neugieriger Mensch sage
ich: "Darauf freue ich mich." Etwas Kontinuität wird bleiben mit Kammerchor und Wohnung.
Und im Kirchenkreis werde ich weiter im Bereich der Ökumene- und Partnerschaftsarbeit
engagiert sein.
Herzlichen Dank und Gottes Segen!
Karla Unterhansberg

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